Infraschall – der unhörbare Lärm, der Krank macht.

Diese Geräusche liegen unter der menschlichen Hörschwelle. Dennoch hat Infraschall eine Wirkung auf den Menschen.  Schlafstörungen, Schwindel oder Kopfschmerzen und dabei ständig das Gefühl: irgendetwas brummt. Davon berichten Betroffene, die länger Infraschall ausgesetzt sind. Dabei sind das Geräusche, die der Mensch eigentlich gar nicht hören kann. Doch diese Lärmbelastungen bereiten immer mehr Leuten Probleme.

Wissenschaftler schätzen, dass 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen sein könnten. Das wären in Deutschland mehrere Millionen. So berichten etwa immer mehr Menschen, die in der Nähe von Windrädern wohnen, von gesundheitlichen Problemen. Doch oft werden sie als verrückt abgetan – getreu dem Motto: Es ist nicht hörbar, also kann es auch keine Wirkung haben. 

Unser Mitglied Karl-Heinz Jähnke hat sich in vielen Stunden und Tagen tief in die Materie eingearbeit. Um auch Ihnen einen Einblick in das heikle Thema zu geben, stellen wir Ihnen hier die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeit in mehreren Dokumenten (PDF) zur Verfügung. Ergänzt durch weitere Publikationen namhafter Wissenschaftler.

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Punkt 1:   Videoberichte von an Infraschall erkrankten Personen
Deutschen Schutzgemeinschaft Schall für Mensch und Tier DSGS e.V., Unter diesem Link, hat die Deutsche Schutzgemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V., Videos von Infraschallopfern zusammengetragen. Hier berichten Betroffene in über ihre Leidenswege, ausgelöst durch permanente Beschallung mit Infraschall.

Punkt 2:    Welcher Infraschall macht krank?
Bei diesem Fachartikel wird der relativ harmlose, natürliche Infraschall gegenüber dem industriell erzeugten und die Menschen und Tiere krankmachenden Infraschall abgehandelt. Die gleichmäßig pulsierenden Druckwellen eines Windrades („nicht hörbares Maschinengewehrgeknattere“) im Schwerpunkt zwischen 0,1 – 5Hz erzeugen die krankmachende Wirkung des unhörbaren Infraschalls, der das „vibroakustische Syndrom“ erzeugt.                                                

Punkt 3:    Das Problem der Windkraftanlagen – messtechnische Kurzfassung
Bei diesem Fachartikel wird abgehandelt, dass weder die veralteten Vorschriften der DIN 45680 sowie der TA Lärm den krankmachenden Infraschall von Windkraftanlagen im Bereich von 0,1-5Hz nicht richtig, bzw. gar nicht messen. Daraus ergibt sich das Faktum, dass der deutsche Gesetzgeber gegen das Grundgesetz verstößt, indem er den zwingend vorgegebenen Schutz verweigert (GG Art 2). In Deutschland gibt es also keine Schutznorm für diesen Bereich. Ferner wird aus der Historie der Messtechnik die korrekte Messung des Infraschalls in diesem Bereich abgehandelt. Ebenso wird die Einwirkungen des Infraschalls auf Lebewesen, ihren Körper und ihre Gehirnwellenfunktion dargelegt.

Punkt 4:    Gesundheitliche Belastungen und Schäden bei Langzeitexposition von Infraschall (0,1 – 20 Hz)
Historie der Infraschallforschung: Der leitende Betriebsarzt Castello Branko war der erste der sich mit Erkrankungen und Todesfällen durch Infraschall an Flugzeugtechnikern ab 1980 beschäftigte und dabei auf medizinische Daten bis 1960 rückwirkend zugreifen konnte. Er stellte fest, dass der Schall jeder Frequenz >0,1 Hz als unbelebter mechanischer Druck auf den menschlichen Körper und seine Organe mit ihrem realen Schalldruck in dBL einwirkt (dBL bedeutet lineare Schalldruckmessung (!)). In verschiedenen Organen des Menschen und ihren zellulären Strukturen wurden morphologische Veränderungen, die von Niederfrequentem Schall <500 Hz + Infraschall <20 Hz hoher Intensität + Vibrationen verursacht worden waren nachgewiesen. Er legte als erster die Definition einer vibroakustischen Erkrankung fest und definierte drei klinische Stadien der vibroakustischen Erkrankung. Bereits damals führten er und seine Nachfolgerin Mariana Alves-Pereira korrekte Messungen des Infraschalls an Windkraftanlagen durch.
Punkt 5:    Falschmessungen des LUBW aus Sicht des Physikers Dr. Wolfgang Hübner
Dr. Hübner führt aus: Der LUBW Bericht zu den Meßprojekten 2013-2015 (aktualisiert November 2016) ist nicht geeignet, um die Gesundheitsgefährdung der Anlieger von Windrädern infolge von Schalldruckwellen (Infraschall) im Bereich von 0-10Hz zu beurteilen. Da dieser Bericht eine wesentliche Grundlage im Genehmigungsverfahren von Windrädern in Deutschland ist, auf welche sich die Genehmigungsbehörden berufen, ist somit die Rechtmäßigkeit bisheriger und laufender Genehmigungsverfahren bezüglich der Gesundheitsgefährdung von Anliegern in Frage zu stellen. Dr. Hübner hat mehrere Fachartikel veröffentlicht die fast alle auf der Homepage Windwahn angesehen und heruntergeladen werden können. Die oben aufgeführte Datei kann als Vorlage für ein Gerichtsverfahren verwertet werden. Dr. Hübner weist anhand einfacher Versuche für jedermann nach, dass das LUBW zu vielen lägst geklärten Fragen zum Infraschall, falsche Antworten gibt und publiziert. Insbesondere kritisiert er, dass das LUBW die vorangegangenen Messungen des BGR weder zur Kenntnis genommen noch ausgewertet hat. Die Messungen des LUBW erfüllen auch nicht ansatzweise die Qualität die an eine Studie zu stellen ist.
Punkt 6:    Falschmessungen des LUBW aus Sicht des Biologen Dr. Wolfgang Müller
Das im deutsprachigen Raum im Moment qualifizierteste Schriftstück in Bezug auf die Wirkung des Infraschalls auf biologische Systeme, stammt von dem Biologen Dr. Wolfgang Müller, Autor des Buches “Krankmacher Windkraftanlagen?” Dr. Müller rügt insbesondere das nicht beachten biologische Grundlagen sowie das nicht beachten medizinischer Befunde und vieler Studien die es mittlerweile darüber gibt. Die Einschätzung des Umweltbundesamtes, dass derzeit die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infraschall einer Nutzung der Windenergie nicht entgegenstehen, ist falsch! Die Überprüfung der Argumente amtlicher Aussagen und Stellungnahmen hat ergeben, dass die staatliche Meinung zu den Auswirkungen der Emissionen von WEA wesentlich nur auf Annahmen und puren Behauptungen basiert, dagegen biologische Grundtatsachen und medizinische Befunde unbeachtet lässt. Die Behauptung, man könne Infraschall über das Gehör wahrnehmen ist widerlegt. Die amtliche Aussage, eine Wirkung des Infraschalls trete ausschließlich bei hohen Schalldruckpegel auf, ist ebenso nicht haltbar. Die nach dB(A) ermittelnden Immissionswerte sind kein geeignetes Maß um Immissionen von WEA zu beurteilen. Das Unterlassen, geeignete gesetzliche Vorschriften und Maßnahmen zu erarbeiten, die einen wirksamen Schutz vor den Emissionen der WEA darstellen, verletzt das Grundrecht von Anwohnern auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG.
Punkt 7:    Infraschall und vibroakustisches Syndrom – Altbekannte Phänomene in neuem Zusammenhang von Dr. Dagmar Schmucker
Das Anliegen der Ärztin ist es, auf Zusammenhänge mit physikalischen Umwelt-Phänomenen wie Infraschall und oder Körperschall im Sinne eines vibroakustischen Syndroms (VAD) oder auch Windturbinensyndrom hinzuweisen und dies in die differentialdiagnostischen Überlegungen mit aufzunehmen. Gerade bei Neuauftreten dieser Symptome wäre ein genaues erfragen der aktuellen Umgebungssituation des Patienten sehr hilfreich, auch im Hinblick auf die therapeutischen Optionen. Die Autorin möchte einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und Erkenntnisse geben, die die Einflüsse auf das otovestibuläre, kardiorespiratorische und neurologisch psychiatrische System darstellen. Die TA Lärm ist veraltet und kann die neueren Phänomene durch Windkraftanlagen mit gepulstem Infraschall nicht abbilden, das heißt es gibt keine aktuelle gesetzliche Vorgabe zum Schutz der Menschen.

Punkt 8:    Wind Turbine Syndrome & the Brain (Deutsche Rohübersetzung)
Die Ärztin und Forscherin Nina Pierpont, MD, PhD berichtet umfangreich von ihren Forschungsergebnissen im Bereich des Wind Turbine Syndrome und zum Beispiel des Tinnitus. Sie führt aus: Lärmexposition, selbst bei relativ geringen Pegeln, stört die Teile des Gehirns, die Sprache dekodieren und die für das Lernen gelesener oder gehörter Sachverhalte zuständig sind. Sie berichtet über ihre Studie zu WKAs und führt aus, dass sieben von zehn Kindern während der Dauer der Exposition schlechtere schulische Leistungen als zuvor oder danach hatten. Dies beinhaltete unerwartete Probleme beim Lesen, in Mathematik, bei Konzentrationsfähigkeit und bei Klassenarbeiten. Die Probleme wurden sowohl von den Eltern als auch den Lehrern festgestellt.
Auf dem benannten Symposium berichtete Dr. Michael Nissenbaum davon, dass Teilnehmer eine Studie bis zu einer Distanz von 3 Meilen / 5 km von Windkraftanlagen Auswirkungen auf Schlafqualität und Stimmungslage zeigen, die eine direkte Korrelation des Abstands zur Windkraftanlage darstellen.
Sie erreichen die Orginalseite (englisch) auch direkt über www.windturbinesyndrom.com/wind-turbine-syndrom/